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Halbzit

Hi ihr Lieben!

Während bei euch Schnee und liegt, ist hier die Hitze des Jahrhunderts! 37 Grad und man hat eher einen der kühleren Tage erwischt. Das macht mir doch etwas zu schaffen muss ich sagen, denn irgendwie kann ich mich da nicht so dran gewöhnen und vor allem nachts ist die Hitze doch echt unerträglich. Allerdings geht das nicht nur mir so, sondern auch den Kindern: Nicht selten legen sie sich einfach so auf den Boden, weil es dort kühler ist und auch sonst ist sogar ihnen zur Zeit zu warm, um draußen zu spielen und das heißt echt was. Ansonsten verändert sich hier gerad alles etwas, denn wir bekommen zur Zeit viele neue Kinder hier ins Kinderheim: Das ist eigentlich echt mal schön, vor allem weil wir auch echt viele kleine süße Kinder jetzt bekommen haben, aber auch echt anstrengend, vor allem weil das Verhältnis Kinder Betreuer eigentlich echt zu wünschen übrig lässt. So ist mal wieder viel zu tun und dementsprechend auch viel Chaos, welches sich vor allem beim Füttern und Baden bemerkbar macht. Und dann gibt’s da noch unser neues Special Kind: Das Mädchen ist 5 Jahre alt und braucht eigentlich bei allem wirklich allem Hilfe und du kannst sie keine Sekunde aus den Augen lassen. Wenn man hier sein Erstaunen, seine Verwunderung, Verärgerung oder was auch immer zum Ausdruck bringen möchte benutzt man eigentlich immer das Wort HAIBO und so ist seit das neue Mädchen im Kinderheim ist mindestens 20 mal durchs ganze Heim HAIBO ANDISWA! zu hören. Ein Erlebnis ist auch immer wieder Andiswa zu füttern: Da sie keine Minute weder auf einem kleinen Stuhl noch auf einem normalen Stuhl oder auf dem Schoß sitzen bleibt mussten wir die Mahlzeiten auf den Boden verlagern. Es ist immer wieder ein Bild für die Götter: Die Hausmama oder ich knien vor Andsiwa auf dem Boden, überall liegt der Reis verteilt, aber leider findet kein Reiskorn den Weg in ihren Mund. Wenn dann jemand rein kommt und fragt was denn passiert sei, kommt immer prompt die Antwort: „Andiswa hat gegessen brauchst du noch weitere Informationen?“ Aber sie ist irgendwie echt süß und ich mag sie echt total gerne muss ich sagen. Ihr merkt sicher schon langweilig wird es einfach nie und das Chaos im Kinderheim ist für mich eigentlich auch kaum mehr wegzudenken.

Letzte Woche war dann das Zwischenseminar, auf dem wir uns mit allen Freiwilligen über unsere Projektstelle ausgetauscht haben und wo mir bewusst geworden ist, dass tatsächlich schon die Hälfte meines Südafrikas Jahres rum ist, irgendwie kaum vorstellbar, aber ich glaube, dass das einfach an der intensiven Zeit liegt, die ich mit den Kindern verbringe und dabei ist mir ein sehr passender Spruch wieder in den Sinn gekommen: Mit Kindern vergehen die Wochen wie im Fluge, aber Augenblicke werden zu Ewigkeiten!

Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und wünsche euch eine schöne Zeit bis zum nächsten Blogeintrag!

Eure Merle

P.S. Ich habe da noch eine neue Kirchenstory für euch: Heute war ich wieder mal mit den Kindern in der Kirche und natürlich waren wir mal wieder hoffnungslos zu spät, weil wir auf halbem Weg nochmal umdrehen mussten, weil wir die Liederbücher vergessen hatten. Naja das ist eigentlich kein Problem, weil zu spät kommen hier eh keinen stört, nur mir ist das immer leicht unangenehm, weil ich  eh schon immer extrem da auffalle so als einzige Weiße und dann mit einer Horde wuselnder Kinder. Naja diesmal war es aber wirklich gar kein Ding, dass wir zu spät waren, denn es hatte noch nicht mal begonnen, da noch verzweifelt jemand für die Lesung gesucht wurde. Das Problem war weniger die Anzahl der Leute in der Kirche, sondern eher jemanden zu finden der lesen kann, denn hier sind durchaus viele Analphabeten dabei. Kaum hatten also alle Kinder einen Platz gefunden, kam der Pastor direkt auf mich zu und bat mich die Lesung zu übernehmen. Auf Englisch ausnahmsweise gar kein Problem. Naja, dachte ich wenn sich niemand anders findet okay. Ich ging also mit in die Sakrestai, wo auch schon die anderen Gottesdiensthelfer versammelt waren. Da stellte sich dann heraus, dass leider gerade keine englische Bibel auffindbar war und so das Ganze auf Zulu gelesen werden musste. Es gab leider kein Zurück mehr für mich und Zeit zum Üben war auch nicht mehr. Es war mal wieder eine der Situationen, wo ich verzweifelt das Loch zum Versinken gesucht habe. Aber naja Hürde Lesung auf Zulu vor versammelter Mannschaft lesen ist nun auch gemeistert.

16.2.15 19:15

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