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Ostern

Sanibonani sonke!

Hallo zusammen!

Ich hoffe, dass der Frühling so langsam bei euch einzieht und ihr schon in Osterstimmung seid.

Hier ist Ostern im Gegensatz zu Weihnachten ein ganz großes Ding: Ab heute beginnt der Kirchenmarathon meines Lebens:

  • Gründonnerstag: Fußwaschung mit ganz KwaZamokuhle und wir tigern da selbstverständlich mit den Kindern hin. Die Kinder sind schon sehr aufgeregt und gestern wurde mir bestimmt schon 20mal erzählt „Kusassa siya hamba uku wahsa insinyawo thina isonto!“ (Morgen waschen wir unsere Füße in der Kirche)

  • Karfreitag: ebenfalls ein großer Gottesdienst, der vormittags startet, dann bis zum gemeinsamen Mittagessen geht und danach dann bis in den Nachmittag dauern wird.

  • Ostersamstag: riesiger Gottesdienst, der um  5 Uhr nachmittags startet und dann die ganze Nacht dauern wird. Mir wurde schon gesagt, ich solle doch bitte die Bettdecke und warme Kleidung mitbringen, denn hier wird ja nun doch langsam Herbst und die Kirche ist weder beheizt, noch wind- oder wasserdicht.

  • Ostersonntag: wenn der nächtliche Gottesdienst dann in den frühen Morgenstunden endet, laufen alle kurz nach Hause bzw. in meinem Fall werden wir die Kinder holen und dann mit allen zusammen von 8-11 Uhr den Auferstehungsgottesdienst feiern.

Ich bin wirklich sehr gespannt Ostern dieses Jahr!

Ansonsten rennt mir die Zeit hier förmlich davon und dadurch, dass ich mehr und mehr mit im Kinderheim wohne, ist jeder Tag voll mit irgendwelchen Aktivitäten. Letzte Woche waren wir mit allen Kindern zusammen in Durban bei einer Delfin Show und im Reptilienhaus, wo jedes Kind eine Python streicheln durfte und es gab tatsächlich kaum ein Kind, was das nicht gemacht hat. Das absolute Highlight kam allerdings danach, als wir mit den Kindern in einer Lagune schwimmen waren. Das Wasser war dort sehr flach, sodass es kein Problem für die Kinder war, die ja nicht schwimmen können. Für mich war es vor allem ein richtiges Erlebnismit den Rollstuhlkindern schwimmen zu gehen und zu rutschen. Das werde ich, glaube ich, nie vergessen! Eine weitere Sache, die mich immer wieder berührt, ist mein Therapiekind: Es ist eigentlich ein Rollstuhlkind, was zur Zeit aber laufen lernt und seit Kurzem ist es da immer aktiver am Start: So kann es jetzt selbstständig aus dem Rollstuhl auf den Boden klettern und sich dann am Tisch, Stuhl oder am Geländer, was an der Wand angebracht ist, wie ein Kleinkind, was laufen lernt hochziehen. Und dann fängt es mit Festhalten an zu laufen und sich überall lang zu hangeln. Die Reaktion der Hausmamas ist dabei immer das Beste: Sobald Thando (was Liebe bedeutet) anfängt zu laufen, fangen die Hausmamas immer an zu singen und zu klatschen und feiern ihn richtig. Letztens kam die eine Hausmama sogar nach dem Abendessen zu ihm, hat ihn an den Händen gefasst und ist mit ihm langsam im Kreis herumgetanzt. Und das ganze Kinderheim stand drum rum und hat geklatscht und gesungen – es war echt wunderschön!

Wenn ich dann mal nicht im Kinderheim bin, unternehme ich eigentlich was mit der Freiwilligen aus Winterton. So  waren wir letztens in Lesotho, das ist ein sehr traditionelles und sehr schönes Nachbarland hier. Wir haben die Kultur und das Leben der Menschen dort für einen Tag live miterlebt und beides unterscheidet sich wirklich nochmal stark von der Kultur der Zulus. Den anderen Tag haben wir dann dort mit einer atemberaubenden Wanderung verbracht, die zwar echt anstrengend war und teilweise mehr aus klettern als aus wandern bestand, sich aber echt gelohnt hat und uns zum größten Wasserfall Afrikas und zum zweitgrößten der Welt geführt hat. Das Internet ist leider zu schwach um Fotos hochzuladen. Sorry! Aber das holen wir nach!

Jetzt wünsche ich euch allen erstmal schöne Ostertage!

Hambani kahle! Eure Merle

6.4.15 19:49

Letzte Einträge: OSTERN, Urlaub, Urlaub, Urlaub, Bye Bye, Bye Bye

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