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Bye Bye

Und ein letztes Mal: Hallo zusammen!

Nun ist es wirklich nur noch eine Woche bis ich zurück nach Deutschland komme. Die große Abschiedsfeier mit allen Kindern, Mitarbeitern, den Oplatenladys aus dem Diaconic Centre und den Leuten aus der Kirche wird am Freitag stattfinden – ich bin wirklich sehr gespannt!

Ansonsten lebe ich hier mal wieder im völligen Chaos: Abschiedsgeschenke vorbereiten, Mitbringsel besorgen, packen (wann und wie auch immer das gehen soll) und mich so langsam mit dem Gedanken vertraut machen mein Leben hier aufzugeben. Und nebenbei dann auch noch Kinder bespaßen und meine Aufgaben an andere Leute übertragen. Irgendwie habe ich das Gefühl mich auf nichts richtig konzentrieren zu können, aber die Kinder lenken mich zum Glück immer wieder ganz gut ab. Und eigentlich freue ich mich ja auch wirklich wieder auf Deutschland, mein Leben dort und vor allem euch alle wiederzusehen. Aber wenn ich dann abends die Kinder ins Bett bringe und nach gefühlt 100 Umarmungen immer noch nicht gehen darf, denke ich dann doch manchmal: „Oh ich möchte hier eigentlich gar nicht weg!“

Doch jetzt erstmal kurz zum Babyworkshop und zum Haus für Menschen mit Downsyndrom, was ich euch letztes Mal angekündigt hatte: Beides waren wirklich tolle Erfahrungen. Auch hier bin ich immer wieder fasziniert von der liebevollen Art der Downsyndrom Kinder, aber in dem Haus in dem ausschließlich Menschen mit Downsyndrom im Alter von 20-70 leben, war die Faszination noch größer. Nicht nur die circa 1000 Umarmungen pro Tag und das Streicheln von Kuscheltieren ,machen einen Tag dort aus. Auch die absolute Begeisterung beim Reise nach Jerusalem oder Stopptanz spielen und beim täglichen Spaziergang, der fast an eine Joggingtour grenzt. Das Lieblingsspiel dort ist jedoch das „Fingerboard“, wo man versuchen muss Spielsteine mit den Fingern in Löcher zu stoßen. Besonders ein kleiner, alter Herr liebte das Spiel und so spielten wir es bestimmt 20mal und jedes Mal wenn er einen Spielstein im Loch versenkte rief er: „It’s a nice game!“ Zum Schluss bekam ich sogar noch einen Handkuss J Und was auch echt interessant war, war dass die Menschen dort wenn sie sich ärgern oder streiten reflexartig immer schaukeln gehen, um sich abzureagieren. Es waren wirklich schöne Tage mit den „mentally challenged people“, wie man hier sagt. Und auch der Babyworkshop lief super: Es kamen dann insgesamt sieben Babys mit ihren Omas oder Pflegemüttern. Alle Babys hatten die Behinderung „Cerebral Palsy“, die ganz verschiedene Levels haben kann, aber sowohl geistig und physisch ist. Der Beginn der Behinderung liegt im Gehirn und neben einer Entwicklungsverzögerung, kann sie auch das Sprechen, Laufen, Handfertigkeit und Gehör beeinflussen. Während die Omas und Pflegemütter viel über die Behinderung ihres Kindes erfuhren, war ich mehr für die Betreuung der Babys zuständig, was wirklich eine schöne Zeit war. Doch an manchen Kapiteln des workshops nahm ich auch selbst teil und es war wirklich super interessant und ich fand es auch echt gut nochmal selbst mehr über die Behinderung zu lernen, die die meisten Kinder hier haben.

So, das ist jetzt auch das Ende meines letzten Blogeintrags, Fotos und alles andere machen wir dann wenn ich wieder zurück bin! Ich freue mich wirklich auf euch und wünsche euch jetzt erstmal noch schöne Ferien, Urlaub oder was auch immer! Bis nun wirklich ganz bald

Eure Merle

4.8.15 12:42

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